Freitag, 3. September 2010

Neuer Jahrgang 2009 beim Weingut Dreimädelhaus in Laubenheim erhältlich!!!

Hier möchte ich mal die Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber ansprechen, es gibt ganz hervorragende Naheweine im Weingut Dreimädelhaus.
Gerade erschienen ist der neue Jahrgang 2009, so der 2009 er Laubenheimer FUCHSEN, Grauer Burgunder Spätlese






















Aber auch die anderen Weine oder der Traubensaft des Familienweingutes sind sehr zu empfehlen 
Schauen Sie doch einfach mal rein ins Weingut Dreimädelhaus in Laubenheim bei Bingen

Spazieren am Wochenende: Beuel, Altstadt & Stadtradeln

An diesem Wochenende können Sie mit mir wieder spazieren, bevor ich für einige Tage in den Urlaub gehe.

Morgen Freitag 03.09. geht es durch das rechtrheinische Beuel, genauer durch Beuel-Mitte, ab 11.30 Uhr geht's los vom Rheinufer vor der Rheinlust (Hans-Steger-Ufer).

















Den ein oder anderen Anker wird man setzen können

Am Samstag 04. September geht es dann durch die Bonner Altstadt von heute. Treffpunkt ist Maxstraße / Ecke Breite Straße am Stadthaus um 11.30 Uhr

Am Sonntag 05. September steht dann das Stadtradeln an (muss mein Rad noch reparieren), ab 11.30 Uhr geht es los vom Chlodwigplatz (Kaiser-Karl-Ring / Ecke Kölnstraße) Richtung Bonner Norden

Freitag, 27. August 2010

Rubrik-Antworten: Nochmal Stolpersteine, Oberbürgermeister & Symbolik

So hier gibt es mal wieder ein paar Antworten, einiges hat etwas länger gedauert.
Zum einen weil ich suchen musste zum anderen weil ich es vergessen habe.

Zunächst nochmal etwas zum Streit um die Stolpersteine (kosten übrigens mittlerweile 95 Euro [immer noch erschwinglich]) in München.
Dort sind sogar schon verlegte Steine wieder entfernt worden auf Stadtratsbeschluss.
Generell beruft man sich auf die Aussage von Frau Charlotte Knobloch (Vorsitzende Zentralrat der Juden), die meint. dass so die Opfer des NS-Regimes noch mal mit Füßen getreten werden.
Der Stadtrat folgt mit seinem Beschluss übrigens einem Wunsch der jüdischen Gemeinde München. Einige Ratsmitglieder vertreten auch die gleiche Meinung wie Frau Knobloch, so z.B.der Oberbürgermeister Christian Ude (SPD).
Ich selbst bezweifle, dass es einer Stadt gerade wie München gut tut, sich den Stolpersteinen zu verwehren.
Auch scheinen nicht alle jüdischen Bewohner Münchens der Auffassung von Frau Knobloch zu sein. Lesen Sie hierzu und allgemein zu der Situation in München folgenden Artikel der TAZ.
Die Stolpersteine sind übrigens nicht nur für Juden verlegt worden, auch an Sinti und Roma wird erinnert. Wie es mit anderen Gruppen aussieht, entzieht sich noch meiner Kenntnis.
Um die Situation von sogenannten "Bastarden" in Bonn, Kinder von marokkanischen Besatzungssoldaten nach dem 1. Weltkrieg und deutschen Frauen, werde ich mich demnächst mal kümmern und schauen, ob es sich in einen Spaziergang einbauen lässt.

Ludwig Rickert (Oberbürgermeister von Bonn 1933 - 1945) hat nach seiner Haftentlassung 1948 eine Pension erhalten, über die Höhe kann ich leider keine Angabe machen.

Der erste Nachkriegsbürgermeister von Bonn war Eduard Spoelgen, zu meinem Bedauern ist mir der Name neulich bei einem Spaziergang nicht eingefallen.
Hier mal eine Gesamtübersicht der Oberbürgermeister:


  • 1804–1816: Anton Maria Karl Graf von Belderbusch (bis 1814 als Maire [Französische Besatzungszeit])
  • 1816–1817: Peter Joseph Eilender (kommissarisch)
  • 1817–1839: Johann Martin Joseph Windeck
  • 1840–1850: Karl Edmund Joseph Oppenhoff
  • 1850–1875: Leopold Kaufmann
  • 1875–1891: Hermann Jakob Doetsch
  • 1891–1919: Wilhelm Spiritus
  • 1920–1922: Fritz Bottler
  • 1923–1931: Johannes Nepomuk Maria Falk
  • 1932–1933: Franz Wilhelm Lürken
  • 1933–1945: Ludwig Rickert, NSDAP
  • 1945–1948: Eduard Spoelgen
  • 1948–1951: Peter Stockhausen, CDU
  • 1951–1956: Peter Maria Busen, CDU
  • 1956–1969: Wilhelm Daniels, CDU
  • 1969–1975: Peter Kraemer, CDU
  • 1975–1994: Hans Daniels, CDU
  • 1994–2009: Bärbel Dieckmann, SPD
  • seit 2009: Jürgen Nimptsch, SPD
Dann noch kurz etwas zur Symbolik auf Friedhöfen.
Zunächst das Ornament, welches am Grab von der Archäologien Gisela Hellenkämper-Salies auf dem Poppelsdorfer Friedhof angebracht ist nennt man tatsächlich Mäander, angelehnt an Flussschleifen.




Bei dem Grab eines jüdischen Arztes aus Amsterdam auf dem Jüdischen Friedhof an der Römerstraße handelt es sich nicht um einen Äskulapstab sondern um einen Hermesstab, der ebenfalls für die Medizin Verwendung findet (z.B. als Abzeichen der Ärzte der US Army)

Etwas Musik schadet nie

Das ist nur mal ein Test.
Wie sich Videos hier machen.
Ein bißchen Original Ska von Derrick Morgan

Donnerstag, 26. August 2010

Drei Veranstaltungen: Ausstellung Bilder Beethovenhalle, Tag des offenen Denkmals & Bonner Kirchennacht

So hier mal drei Hinweise, die gerade für Bonn-Interessierte sich lohnen könnten.

Zur Zeit findet im Foyer des Stadthauses eine Ausstellung mit Bildern der Beethovenhalle statt.
Ein paar wenige Bilder zeigen auch den Vorgängerbau von 1870/71.

Am 12. September Sonntag ist der "Tag des offenen Denkmals". Das diesjährige Thema ist Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr.
Das Programm für Bonn finden Sie hier
Das gesamte Programm für alle Städte unter www.tag-des-offenen-denkmals.de 

 














Auch die Kapelle auf dem Alten Friedhof wird dann geöffnet sein.



Und hier schon mal vormerken:  In diesem Jahr gibt es die 4. Bonner Kirchennacht und zwar am 26. November. Da sind immer wieder schöne Veranstaltungen in den Kirchen zu finden, oft auch Führungen.
Einfach demnächst unter www.bonnerkirchennacht.de
nachschauen. Zur Zeit ist dort noch kein aktuelles Programm, wird aber erscheinen.

Spazieren am Wochenende: Jüdischer Friedhof, Psychiatrie, Altstadt & Godesburg

An diesem Wochenende gibt es wieder drei Spaziergänge:

1. Freitag 27.08. geht es durch den Bonner Norden (Castell) unter dem Motto "Die Irren, Husaren, Juden & Römer". Es steht ein Besuch des Jüdischen Friedhofs und der ehemaligen Irrenanstalt an.
Treffpunkt ist um 11.30 Uhr am Römerkran (Römerstraße / Ecke Augustusring)

2. Samstag 28.08. geht es durch die vermeintliche Altstadt von Bonn. Treffpunkt ist hier auch um 11.30 Uhr am Taxistand (Stadthaus) Breite Straße / Ecke Maxstraße

3. Zum Abschluss steht ein Besuch in Godesberg an. Rund um die Godesburg und über den Burgfriedhof geht es am Sonntag 29. August ab 11.30 Uhr. Treffpunkt ist der Eingang am Burgfriedhof (Straße "Am Burgfriedhof")

Montag, 23. August 2010

Spaziergang durch die Bonner Innenstadt zum Thema "Bonner Alltag in der NS-Zeit"

Morgen Dienstag der 24. August gibt es die Gelegenheit mit mir durch die Innenstadt von Bonn zu spazieren. Es geht dann um den "Bonner Alltag in der NS-Zeit". Treffpunkt ist um 11.30 Uhr vor dem Alten Rathaus (Marktplatz).

















Auch das Ergebnis dieser Zeit wird beleuchtet

Sonntag, 22. August 2010

Rubrik-Antworten: Macke. Goldfuss & die Spanische Grippe

So, es gibt wieder Einiges zu beantworten, was ich so auf den Spaziergängen nicht wußte.

Zu August Macke, für ihn  und seine Frau gibt es auf dem Alten Friedhof in Bonn einen Gedenkstein: Er selbst ist in Frankreich bestattet auf dem Soldatenfriedhof in Souain.
August Macke ist am 26. September 1914 in Perthes-lès-Hurlus in der Champagne im 1. Weltkrieg gefallen. Auf dem Gedenkstein ist der Todesort angegeben.
Seine Frau Elisabeth Erdmann-Macke ist in Berlin beigesetzt.



































Dies ist der Soldatenfriedhof von Souain
Näheres unter Weltkriegsopfer

Auf dem Poppelsdorfer Friedhof ist der Biologe und Paläontologe Georg August Golfuss bestatttet. Herr Goldfuss wollte 1803 nach Südafrika auswandern, verpasste aber das Schiff in Hamburg. Seine Frau Eleonore von Oelhafen hat er erst 1815 geheiratet, also war er zum Zeitpunkt des Auswanderungswunsches noch ungebunden.

Die Angabe "Profossor" auf der Grabplatte ist möglicherweise tatsächlich ein Fehler, bislang konnte ich "Profossor" nicht als eine Variante für "Professor" ausmachen.
Ich wäre aber für Hinweise sehr dankbar.
























Die Spanische Grippe hat von 1918 bis 1920 rund 25 Millionen Todesopfer weltweit gefordert, der 1. Weltkrieg im Vergleich dazu 17 Millionen.
Der Name ist übrigens nicht wirklich eine Herkunftsbezeichung. In Spanien herschte lediglich 1918, da ein neutrales Land im Weltkrieg, keine Nachrichtensperre und so kamen erste Opferzahlen aus Spanien in den Nachrichtenumlauf.
Etliche Besatzungssoldaten in Bonn wie Briten, Franzosen / Marokkaner und Serben dürften auch Opfer der Spanischen Grippe geworden sein.

Freitag, 20. August 2010

Spazieren am Wochenende: Alter Friedhof, Vilich & Poppelsdorfer Friedhof

Am kommenden Wochenende geht es hauptsächlich über Friedhöfe.
Freitag 20.08. beginnt es mit dem Alten Friedhof um 11.30 Uhr ab Eingang Bornheimer Straße.

Am Samstag 21. August steht ein Spaziergang durch das wundersame Vilich an. 11.30 Uhr ist Startpunkt ab der Haltestelle Vilich der Linie 66.

Zum Abschluss geht es dann am Sonntag über den Poppelsdorfer Friedhof zum Kreuzberg und zur Heiligen Stiege. Treffpunkt ist um 11.30 Uhr am Eingang Wallfahrtsweg gegenüber von Blumen Heinen.


















Ein kleiner Überblick

Dienstag, 17. August 2010

Rubrik-Antworten: Dr. Max Weis

So, hier eine Antwort auf die Frage nach dem Wohnort von Dr. Max Weis (jüdischer Arzt in Beuel).

Dr. Weis (1881 - 1952) lebte in Beuel seit 1906. Seine Praxis hatte er ab 1912 in einem neugebauten Haus in der damaligen Friedrichstraße. Die heutige Adresse wäre Friedrich-Breuer-Str. 34.

Den Doktor-Weis-Platz gibt es seit 2002. (nicht wie ich fälschlicherweise sagte 1992).

(Quelle: Wider das Vergessen - Erinnerungsorte in Beuel, 2006)


















Dr. Max Weis starb übrigens, genau wie seine Frau Bella Weis, 1952 in Cardiff, das bekanntlich in Wales liegt. Auf dem Schild ist irrtümlicher Weise die Rede vom "englischen Exil".

Beide fanden nach der Irrfahrt der MS St. Louis nach Havanna / Kuba Aufnahme in Großbritannien.

Die Geschichte des jüdischen Auswandererschiffes MS St. Louis ist in dem  amerikanischen Film Voyage of the Damned (1976) verarbeitet worden.

















Die MS St.Louis (gebaut 1929 auf der Vulkan-Werft in Bremen, ab 1933 KdF-Dampfer und 1945 im Hamburger Hafen zerstört) im Hafen von Havanna.