Montag, 8. Juni 2015

Johann Jacob Noeggerath, Turnvater Jahn & Xaver von Hirsch

Heute mal etwas zu drei Männern, die eine sehr unterschiedliche Bedeutung für Bonn hatten.

Zunächst zu dem Geologen und Mineralogen Johann Jacob Noeggerath, sein Grabmal steht auf dem Alten Friedhof von Bonn.
Er lebte von 1788 - 1877 und hatte mit zwei Frauen 19 Kinder, davon sind allerdings keine in seine Fußstapfen getreten.  Nur 9 der Kinder überlebten das Kindesalter.
Interessanter Weise hat sich der Bonner Professor Noeggerath auch auf dem Gebiet der Erforschung der Hexenprozesse im Rheinland hervorgetan.

Nach Turnvater Jahn, eigentlich Friedrich Ludwig Jahn (1778 - 1852), ist in Bonn die Jahnstraße benannt.
Jahn, der mit zu den Begründern der Turnbewegung in Deutschland zählt, ist auch Abgeordneter der Nationalversammlung in Frankfurt 1848 gewesen. Er ist nicht unumstritten, da er einen ausgeprägten Antisemitismus pflegte, zudem gilt er als Vertreter des patriotischen Turnens.
Erst in seinen letzten Lebensjahren wandte er sich von dieser nationalistischen Bewegung ab.
Es wäre durchaus mal interessant für Bonn eine Auflistung der "politisch schwierigen" Straßennamen zu erstellen.

Xaver von Hirsch, ist in Bonn auf dem Jüdischen Friedhof in Schwarzrheindorf (offiziell Geislar) bestattet. Der Grabstein zeigt das Familienwappen.
Viel ist nicht bekannt über Xaver von Hirsch.
Er ist 1836 in Würzburg geboren. Lebte in Bonn in der Rheingasse. Der Vater besaß in Würzburg eine Brauerei und Zuckerfabrik. Die weitere Familie ist auf dem jüdischen Friedhof in Würzburg bestattet.

Johann Jacob Noeggerath

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